Dienstag, 29. September 2009

Saaremaa

Tere tere zusammen,

nach der anstrengenden Woche in Tipu haben wir beschlossen, erst mal ein paar Tage "Urlaub" zu machen. Wir haben uns also für drei Tage ein Auto gemietet (da wir ja selbst noch keins haben), zwar sehr sehr klein, dafür aber mit dem Leobezug und dem knallgelben Lack sehr schick. : P



Montags morgens ging die Reise für Julia und mich los, erstmal nach Riisa, dann mit dem Bus nach Pärnu,wo Annegret und Elisabeth mit dem Auto warteten. Auf dem Programm stand das schöne Saaremaa, die größte Insel Estlands. Vorher jedoch gabs noch estnisches Frühstück und ein Abstecher ans Meer, dann machten wir uns aber auf zum Fähranleger nach Virtsu auf.
















In den drei Tagen haben wir eine ganze Menge von der Insel gesehen. Wir waren in Vilsandi Nationalpark, an dem Sandsteinkliff, dem Meteoritenkrater, selbstverständlich auch in der Stadt Kuressare und an den berühmten Saaremaa -Windmühlen. Auf dem Rückweg haben wir noch das Freilichtmuseum in Muhu (auch eine Insel) mitgenommen.
Übernachtet haben wir eine Nacht auf einem idyllischen Bauernhof, abseits jeglicher Zivilisation, und eine Nacht im Zentrum Kuressaare.



Der 1. Tag ging ziemlich schnell rum, denn wir sind erst gegen Nachmittag auf Saaremaa angekommen. Doch die Windmühlen im Osten und das Sandsteinkliff im Norden haben wir noch abgeklappert.













Der Bauernhof, auf dem wir übernachteten, lag mitten im Wald. In der Umgebung gab es aber viele kleine Seen zum schwimmen, doch dafür war es leider schon zu spät. Auf den Weiden ringsherum tummelten sich die Schafe und irgendwie hatte es so einen irischen Flair.





Unsere Gastgeber waren total freundlich, spendierten uns selbstgemachte Apfelmarmelade zum Frühstück und Elisabeth durfte den ganzen Abend am Klavier verbringen.



Die Atmosphäre in dem uralten Bauernhaus, dass mit so viel Liebe zum Detail renoviert wurde, war einfach "umwerfend" . Ein echter Geheimtipp! Ich bin wirklich überrascht über diese Gastfreundlichkeit, die ich bisher hier in Estland erlebt habe.



Morgens machten wir uns dann auf in den Nationalpark Vilsandi. Leider ist es nicht gestattet, den gesamten Nationalpark zu erkunden, da er eine der letzten Rückzugs -und Brutstätten vieler bedrohter Seevögel darstellt. Aber auch die Kegelrobben kommen an den Strand, um ihren Nachwuchs großzuziehen.
Wir besuchten also das Infozentrum und machten einen kleinen Abstecher durch den Nationalpark.










Da uns aber der Hunger und auch die Zeit weiter trieb, gings dann Richtung Zivilisation: Kuressaare.
























Dort haben wir es uns dann mit einer großen Tafel Schoki und einer Flasche Wein am Strand gemütlich gemacht und den Tag ausklingen lassen...



Der letzte Tag hatte schon super begonnen:Pfannkuchen mit Marmelade zum Frühstück, was soll da denn noch passieren?? : P

Wir sind noch etwas durch die Stadt und über den Markt geschlendert, haben am Hafen noch paar Postkarten geschrieben und ließen die Stadt dann hinter uns.





Nächste Station war der superspekterkuläre (gäähhn!) Meteoritenkrater, also für die, die sich für große Löcher in der Erde interessieren....Nein, es gab weder ein Schild "Achtung, gefährliches Seeungeheuer",noch gab es irgendwelche Anzeichen auf außerirdische Lebensformen. Die Esten sind entweder zu ehrlich oder sie haben den Trick noch nicht raus, wie man Touris anlockt. Aber was solls wir waren trotzdem da, gehört eben dazu, man kommt nicht dran vorbei.






Auf Muhu haben wir dann noch ein Freilichtmuseum besucht, somit haben wir in der kürze von 3 Tagen unser Kulturbedarf für die nächsten paar Monate mal wieder vollends gedeckt. ; )















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