Donnerstag, 10. September 2009

10 Jahre FÖJ in Soomaa - Workcamp in Tipu






Zu dem Anlass sind fast alle ehemalige FÖJler vom 24.- 29.August nach Estland angereist und haben bei dem Workcamp/ Seminar rund um die Tipu Looduskool (Tipu Naturschule) mitangepackt.
Sontags war allgemeiner Anreisetag (viele waren aber schon vorher da), also sind auch Julia und ich für diese Woche ein Dorf weiter, nach Tipu gezogen.
Montags morgens wurde noch ein wenig gefeiert, meine kleine Julia wurde 20, es gab natürlich auch ne Schokotorte, wie sich das gehört. Aber dann war Schluss mit Kindergeburtstag..ähh, lustig mein ich, wir waren ja schließlich zum arbeiten hier.



Auf dem Plan stand eine ganze Menge: Holz verbrennen, Hausschwamm aus dem Eiskeller entfernen, Wiese mähen, Ofen aus dem 1. Stock entfernen, Steine klopfen, einen Weg zum Brunnen legen, Brunnen mit Steinen stabilisieren...








Julia, Juliane und ich übernahmen die Aufgabe, den Einsturzgefährdete Ofen zu entfernen, reines Aggressionstrainig sag ich nur.






Wir waren auch etwas übermotiviert und haben den ganzen Boden unter dem Ofen entfernt, sodass man einen netten Einblick in den Seminarraum darunter hatte. : P Das Loch musste dann natürlich sofort mit Brettern vernagelt werden, war schon etwas gefährlich...


Naja, dienstags war dann "talgud", auf estnisch "allgemeiner Arbeitstag". Viele Dorfbewohner haben uns geholfen, das Dach des Schulhauses auszubessern. Dannach gab es wie es die Tradition eines talgud es vorschreibt, lecker -schmecker Erbsensuppe.



Abends ging es dann nach Karuskose (mal wieder) zum saunen. Für Lagerfeuerromantik war mal wieder bestens gesorgt. : )
Mittwoch war "allgemeiner" Relaxtag, das gehört hier eben zur Mentalität. Es ging eher um inhaltliche Themen, z. B: wie wir neuen FÖJler uns in der Looduskool einbringen können oder sollen und vor allem wie es mit der Looduskool weitergeht.





Donnerstags stand dann eine 22km-Kanufahrt auf dem Halliste auf dem Programm. Abfahrt war in Läti und Endstation war Riisa. Die Kanufahrt war zwar anstrengend, aber wir haben viel entdeckt, was man auf normalen Wanderwegen nicht zu sehen bekommt.



Freitag wurde dann die offizielle Übergabe- und Jubiläumsfeier vorbereitet. Dafür reiste auch Hinrich, der Chef von unserer FÖJ-Entsenderorganisation an und es kamen natürlich auch Tiina, die ehemalige Betreuerin der ehemaligen FÖJler. Es wurden ein paar nette Worte gewechselt und die Verantwortung und Betreuung der neuen FÖJler (also wir und alle nach uns beiden) wurde von Tiina (Soomaafreunden) an Dagmar (Tipu Looduskool) übergeben.
Dannach gab es den weltbesten Blaubeerkuchen den ich in meinem Leben gegessen habe und ich glaube es wird nie einen besseren geben...von der mousse au chocolat darf ich garnicht erst reden...
Wir haben noch lange zusammen am Lagerfeuer gesessen und gefeiert (natürlich mit viel Wodka) und ich hoffe, dass wir noch öfter mal in Soomaa zusammen kommen. Die Wehmut, dass es für viele schon wieder der letzte Tag in Soomaa war, hat man an dem abend jedoch gemerkt.






Die Tage waren zwar teilweise anstrengend, aber ist auch schön zu sehen, was man alles in so kurzer Zeit auf die Beine stellen kann. Für mich und auch für Julia war es sehr hilfreich, die Ehemaligen kennenzulernen und wir haben sehr viele hilfreiche Tipps für das Leben in Soomaa bekommen, ob es nun um nervige Estenprollos oder nur um die richtige Bedienung unseres Holzofens ging.










Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen